mai più fascismo http://maipiufascismo.blogsport.de Kein Vergeben, kein Vergessen, keine Ruhe für deutsche Nazi-Kriegsverbrecher! Wed, 12 Mar 2014 21:58:25 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Veranstaltungshinweis http://maipiufascismo.blogsport.de/2014/03/12/veranstaltungshinweis/ http://maipiufascismo.blogsport.de/2014/03/12/veranstaltungshinweis/#comments Wed, 12 Mar 2014 21:54:05 +0000 Administrator Allgemein http://maipiufascismo.blogsport.de/2014/03/12/veranstaltungshinweis/ „70. Jahrestag des Wehrmachtsmassakers in Monchio / Italien – 70 Jahre keine Schuldigen?“

Am 26.03.2014 im Centro Sociale --- Sternstr. 2 in Hamburg 20357 ---Beginn ab 19:30

Am 18. März 1944, vor 70 Jahren, verübte die Wehrmachts-Division „Hermann Göring“ in der norditalienischen Region Emilia Romagna mehre Massaker an der Zivilbevölkerung. Allein in Monchio wurden bei diesen Kriegsverbrechen durch die NS-Wehrmacht 71 BewohnerInnen ermordet und der Ort fast vollständig zerstört. Erst 2011 wurden sieben Wehrmachtssoldaten wegen der von ihnen begangenen Verbrechen an der Zivilbevölkerung von einem italienischen Militärgericht verurteilt. Von der deutschen Justiz unbehelligt lebt im Landkreis Stade heute noch einer dieser NS-Kriegsverbrecher. Der ehemalige Förster Alfred L. aus Harsefeld/Ohrensen wurde im Prozess 2011 wegen Beteiligung an Massakern an der Zivilbevölkerung zu 2 x lebenslänglicher Haftstrafe verurteilt. Dieses Urteil wurde im Herbst 2012 in der 2. Instanz in Rom bestätigt.

Zu diesem Prozess schreibt Roberto Tincani vom Verein der Angehörige der Opfer von Monchio: ‘Erst jetzt habe ich meinen Vater weinen sehen, am Jahrestag des 18. März 1944, erst jetzt habe ich ihn den Körper meines toten Großvaters beschreiben hören, all das Blut, und die Verzweiflung meiner Großmutter. Erst jetzt. Vor Gericht, im Prozess‘.

Auf Einladung der Rosa Luxemburg Stiftung berichten Angehörige der Opfer von Monchio und Matthias Durchfeld vom ‚Istoreco’ * in Reggio Emilia über die Wehrmachtsmassaker von 1944 und über den Prozess gegen einige der Täter. Dabei soll es nach nunmehr siebzig Jahren auch um die heutige Auseinandersetzungen mit NS-Kriegsverbrechen und das Gedenken an die Opfer gehen. Außerdem gibt es aktuelle Informationen zur juristischen Situation und den Umgang der BRD mit den Massakern vom Frühjahr 1944.

Für den 27. März ist ab 16°° Uhr eine weitere Veranstaltung in Buxtehude geplant (Ort: Kulturforum am Hafen, Hafenbrücke in Buxtehude).

Die Veranstaltung schließt darüber hinaus an eine Reihe von Aktivitäten der letzten beide Jahre an.

Die Initiative ‚Mai Piu Fascismo‘* hatte zum Jahreswechsel 2012 / 2013 in Hamburg, Buxtehude und anderen deutschen Städten „Die Geige von Cervarolo“ gezeigt, ein Film, der die Kriegs­ver­bre­cher-​Pro­zes­se von Ve­ro­na aus Per­spek­ti­ve der Über­le­ben­den und An­ge­hö­ri­gen der Opfer dokumentiert.

Am 1.12.2012 war der Wohnort des Verurteilten Alfred L. in Harsefeld Anlaufpunkt einer Demonstration gewesen, die die kritische Auseinandersetzung mit Kriegsverbrechen und –verbrechern in der Gegenwart forderte.

Beide Veranstaltungen werden von der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen und der VVN-BdA Kreisvereinigung Stade, unterstützt.

*Ausserdem weiterführende Links:

http://www.istoreco.re.it/default.asp?page=DEU

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Neue Filmtermine & Veranstaltung mit AK Distomo in Kiel! http://maipiufascismo.blogsport.de/2013/03/31/neue-filmtermine-veranstaltung-mit-ak-distomo-in-kiel/ http://maipiufascismo.blogsport.de/2013/03/31/neue-filmtermine-veranstaltung-mit-ak-distomo-in-kiel/#comments Sun, 31 Mar 2013 17:41:34 +0000 Administrator Allgemein http://maipiufascismo.blogsport.de/2013/03/31/neue-filmtermine-veranstaltung-mit-ak-distomo-in-kiel/ >Filmtour In Kiel wird es am 25.4. eine Versanstaltung mit dem AK Distomo zum Thema verweigerte Entschädigungszahlungen für deutsche Kriegsverbrechen in Distomo/Griechenland geben: VERWEIGERTE ENTSCHÄDIGUNG für deutsche Kriegsverbrechen in Griechenland – der ”Fall Distomo” DONNERSTAG 25.4. ¦ 19.30 UHR ¦ HANSA48 ¦ HANSASTR. [...]]]> Es gibt weitere Termine für Vorführungen des Films „Die Geige aus Cervarolo“ u.a. in Berlin. >>Filmtour

In Kiel wird es am 25.4. eine Versanstaltung mit dem AK Distomo zum Thema verweigerte Entschädigungszahlungen für deutsche Kriegsverbrechen in Distomo/Griechenland geben:

VERWEIGERTE ENTSCHÄDIGUNG
für deutsche Kriegsverbrechen in Griechenland – der ”Fall Distomo”

DONNERSTAG 25.4. | 19.30 UHR | HANSA48 | HANSASTR. 48 KIEL

Am 3. Februar 2012 verkündete der Internationale Gerichtshof in Den Haag seine Entscheidung im Fall Deutschland ./. Italien. Er gab der Klage Deutschlands statt, mit der die Bundesrepublik Immunität gegenüber Klagen von NS-Opfern beansprucht. Damit war der vorläufige Schlusspunkt eines 17 Jahre andauernden juristischen und politischen Kampfes für die Rechte der Opfer und Überlebenden eines NS-Verbrechens erreicht.

Für die Angehörigen der Ermordeten und die Überlebenden des Massakers deutscher SS-Truppen in dem griechischen Dorf Distomo, dem am 10. Juni 1944 218 Menschen zum Opfer fielen, bedeutet die deutsche Haltung eine fortdauernde Demütigung. Die Bundesrepublik Deutschland hat die Mörder vor Strafverfolgung geschützt und verweigert den Opfern die Erfüllung ihrer Ansprüche auf Entschädigungszahlungen. Der ”Fall Distomo” steht beispielhaft für die Abwehrhaltung sämtlicher bundesdeutscher Regierungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Zwar werden seit den 1990er Jahren die NS-Verbrechen als solche nicht mehr geleugnet und das offizielle Deutschland feiert die gelungene Vergangenheitsbewältigung. Die materiellen Konsequenzen blieben dagegen bis heute aus.

Angehörige des AK-Distomo aus Hamburg berichten über die politische und rechtliche Bedeutung des Falles für die Frage der Entschädigung für NS-Verbrechen, aber auch aktueller Kriegsverbrechen. Sie werden über verschiedene politische Aktivitäten der letzten Jahre zur Unterstützung von NS-Opfern in Griechenland, Italien und Slowenien berichten.

DIE VERANSTALTUNG FINDET STATT IM RAHMEN DER INITIATIVE MAI PIÙ FASCISMO – KEINE RUHE FÜR DEUTSCHE NAZI-KRIEGSVERBRECHER! UND WIRD UNTERSTÜTZT VON DER ROSA LUXEMBURG STIFTUNG S-H.

INFOS: maipiufascismo.blogsport.de | antifa-kiel.org | www.nadir.org/nadir/initiativ/ak-distomo | sh.rosalux.de | www.hansa48.de

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„mai piu fascismo“ auf der Refugee Revolution Demo in Berlin http://maipiufascismo.blogsport.de/2013/03/31/mai-piu-fascismo-auf-der-refugee-revolution-demo-in-berlin/ http://maipiufascismo.blogsport.de/2013/03/31/mai-piu-fascismo-auf-der-refugee-revolution-demo-in-berlin/#comments Sun, 31 Mar 2013 17:33:46 +0000 Administrator Allgemein http://maipiufascismo.blogsport.de/2013/03/31/mai-piu-fascismo-auf-der-refugee-revolution-demo-in-berlin/ Danke ans Umbruch Bildarchiv für die schönen Fotos!

refugeerevolution

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Film Veranstaltung in Leipzig http://maipiufascismo.blogsport.de/2013/02/12/film-veranstaltung-in-leipzig/ http://maipiufascismo.blogsport.de/2013/02/12/film-veranstaltung-in-leipzig/#comments Tue, 12 Feb 2013 20:58:12 +0000 Administrator Allgemein http://maipiufascismo.blogsport.de/2013/02/12/film-veranstaltung-in-leipzig/ Wir werden mit GenossInnen aus Leipzig den Film die Geige aus Cervarolo zeigen.

Am Freitag den 22.2. um 19 in der STÖ, Leipzig-Connewitz.

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Film Veranstaltung in Buxtehude http://maipiufascismo.blogsport.de/2013/02/12/film-veranstaltung-in-buxtehude/ http://maipiufascismo.blogsport.de/2013/02/12/film-veranstaltung-in-buxtehude/#comments Tue, 12 Feb 2013 20:55:56 +0000 Administrator Allgemein http://maipiufascismo.blogsport.de/2013/02/12/film-veranstaltung-in-buxtehude/ Erinnerung an das Massaker

Kulturforum zeigt den beeindruckenden Film „Die Geige aus Cervarolo“

Im Kulturforum am Hafen in Buxtehude wird am Sonntag, 27. Januar, ab 17 Uhr der bewegende Film „Die Geige aus Cervarolo“ (Italien 2012, 75 Minuten) von Nico Guidetti und Matthias Durchfeld gezeigt. Veranstalter sind der Rosa Luxemburg Club Niederelbe, der VVN-BdA und der GEW-Kreisverband. Im Anschluss berichtet die Soziologin Marianne Wienemann, Mitglied der Initiative „NS-Verbrecher bestrafen – Opfer entschädigen“, über den Prozess gegen Angehörige der Wehrmachtsdivision „Hermann Göring“ in Verona/Italien.
Wie das TAGEBLATT bereits berichtete, war der ehemalige Förster Alfred L. aus der Samtgemeinde Harsefeld im Sommer 2011 wegen Beteiligung an zwei anderen Massakern an der Zivilbevölkerung zu zwei Mal lebenslänglich verurteilt worden. Das Urteil wurde im Herbst 2012 in der zweiten Instanz vom Militärgerichtshof in Rom bestätigt. Die Einheit des Ex-Försters, die Wehrmachtdivision „Hermann Göring“, war im Frühjahr 1944 auch am Massaker an der Zivilbevölkerung in Cervarolo beteiligt. Das kleine Bauerndorf liegt im Reggianer Apennin. Die Filmdokumentation „Die Geige aus Cervarolo“ wurde in Zusammenarbeit mit den heutigen Einwohnern der Ortschaft, unter ihnen viele Familienangehörige der Opfer, verwirklicht.
Die Handlung nimmt ihren Anfang mit der Geschichte einer Violine, die eine der Familien des Dorfes mit den blutigen Ereignissen verbindet. Sie gehörte einem Musiker des Dorfes, Virgilio Rovali, der vor seiner Einberufung zur Armee das Instrument bei seiner Mutter zurücklässt, da er dort seine Geige in Sicherheit wähnt. Trotz des Massakers und des Brandes, der einen Teil des Dorfes zerstört, wird die Violine unversehrt wiedergefunden. Nach 68 Jahren versucht der Sohn von Virgilio, Italo Rovali, das Geschehen aufzuklären und die Verantwortlichen zu finden.

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Demonstration – Harsefeld- 01.12.2012 http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/21/demonstration-harsefeld-01-12-2012/ http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/21/demonstration-harsefeld-01-12-2012/#comments Wed, 21 Nov 2012 09:13:13 +0000 Administrator Allgemein http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/21/demonstration-harsefeld-01-12-2012/ Mai piu fascismo!
Kein Vergeben. Kein Vergessen.

01. Dezember – 13:00 Uhr – Bahnhof Harsefeld

Am 01. Dezember wollen wir in Harsefeld demonstrieren. Dort lebt seit Jahrzehnten unbehelligt der Nazi Kriegsverbrecher Alfred Lühmann.
Obwohl er in Italien für seine im März und Mai 1944 begangenen Verbrechen an der italienischen Zivilbevölkerung bereits verurteilt wurde, hat er weder von Seiten des deutschen Staates noch von Seiten der Öffentlichkeit ernsthafte Konsequenzen zu befürchten.
Der deutsche Staat beschränkt sich stattdessen darauf den italienischen Opfern eine Straßenumbenennung anzubieten.
Bis heute gab es keine Entschädigungszahlungen für die von der Wehrmacht verübten Massaker.

Wir wollen am 01. Dezember Alfred Lühmann in seiner unverdienten Altersruhe stören und gleichzeitig unserer Forderung nach der sofortigen Entschädigung der Opfer und ihrer Hinterbliebenen Nachdruck verleihen.

Kein Vergeben! kein Vergessen !
Keine Ruhe für deutsche Nazi Verbrecher !
Der Opfer gedenken!

01. Dezember – 13:00 Uhr – Bahnhof Harsefeld

Treffpunkt für die Bahnanreise aus Hamburg 11:45 Uhr Reisezentrum

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Das Urteil http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/09/das-urteil/ http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/09/das-urteil/#comments Thu, 08 Nov 2012 23:57:59 +0000 Administrator Allgemein http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/09/das-urteil/ Hier ein Link zur italienisch-sprachigen Version des Urteils gegen die deutschen angeklagten ehemaligen Wehrmachtangehörigen:

http://issuu.com/kobayashi/docs/cervarolo_dispositivo_sentenza_verona_winkler

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Bericht: „Die Geige aus Cervarolo“ in Osnabrück http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/09/bericht-die-geige-aus-cervarolo-in-osnabrueck/ http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/09/bericht-die-geige-aus-cervarolo-in-osnabrueck/#comments Thu, 08 Nov 2012 23:55:22 +0000 Administrator Allgemein http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/09/bericht-die-geige-aus-cervarolo-in-osnabrueck/ Am 29.10.2012 wurde im vollbesetzten Filmtheater Hasetor der Dokumentarfilm Die Geige aus Cervarolo gezeigt. Hierzu hatte die Geschichtswerkstatt Regionale Täterforschung in Kooperation mit dem Referat für politische Bildung im AStA der Uni Osnabrück eingeladen.
Aufnahmen eines nebelverhangenen italienischen Bergdorfes und seiner Bewohnerinnen und Bewohner eröffnen den Einblick in eine Gegend, in der auch nach fast 70 Jahren vieles an die durch die Wehrmacht verübten Massaker und Zerstörungen erinnert. Cervarolo steht beispielhaft für viele Dörfer in den Regionen Emilia Romagna und Toscana, in denen die deutschen Soldaten auf dem Rückzug von Nordafrika in Kollaboration mit italienischen Faschisten eine Blutspur hinterließen. Im März 1944 sollte in Cervarolo mit der Peinigung und Ermordung fast aller männlichen Bewohner, der Misshandlung von Frauen sowie der Brandzerstörung der Gebäude ein weiteres Exempel statuiert werden, um die in der Gegend neu formierten antifaschistischen PartisanInnenverbände zu bekämpfen.

In Die Geige aus Cervarolo folgt die Kamera den Angehörigen und GefährtInnen der Opfer; der Film gibt ihnen eine Stimme. So erzählt Remo Monti vom letzten Abschied mit seinem Bruder, der zum Kriegsdienst musste und ihm sein Akkordeon überließ. Italia Costi beschreibt den Grundriss ihres Geburtshauses vor dessen vollständiger Zerstörung. Ihre Rekonstruktion wird durch die Erinnerungen Italo Rovalis ergänzt. Weil dessen Vater vor Antritt des Kriegsdienstes seine wertvolle Geige seiner Mutter zur Verwahrung anvertraut hatte, überstand das Instrument das Wehrmachtsverbrechen – anders als die 24 getöteten Männer des Dorfes. Damit wird die Geige zum Symbol für den Einspruch gegen das Verschweigen und Vergessen der Massaker der Nationalsozialisten. Gespielt von Emanuele Reverberi begleitet sie die ZuschauerInnen durch den Film und untermalt so das Konzept der Filmemacher, Bereiche des gegenwärtigen Alltags wie das regionale Handwerk, das Volkstheater, die Kirchengemeinde und den Dreschplatz von Cervarolo mit den Ereignissen von 1944 in Verbindung zu bringen.

Damit diese nicht allein im lokalen Gedächtnis verbleiben, sondern in der Öffentlichkeit als historische Wahrheit festgehalten werden können, entschließt sich eine Gruppe DorfbewohnerInnen, unterstützt von Mitwirkenden des Geschichtsinstituts Istoreco, als ZeugInnen in einem der wenigen juristischen Prozesse gegen ehemalige Offiziere und Unteroffiziere der deutschen Wehrmacht auszusagen. Für die überwiegend sehr alten Menschen ist die mehrfache Fahrt zum Gericht ins 170 km entfernte Verona zwar mühsam – sie bedeutet jedoch erstmals die Gelegenheit, ihre Erlebnisse öffentlich zu schildern. Die Momente des Alltags, aus denen der Überfall auf das Dorf die Menschen jäh gerissen hat, und die kompromisslose Entschlossenheit der Deutschen zur Vernichtung kommen hier ebenso zur Sprache wie die Verstümmelung der Opfer.

Da der Film keine lückenlose Darstellung liefert, sondern vielmehr einen fragmentarischen Eindruck gewährt, regt er zu Fragen bezüglich des historischen Kontextes, der Lebensumstände der Überlebenden und der aktuellen Gerichtsprozesse an. Solche Fragen flossen auch in die Publikumsdiskussion mit den Regisseuren Nico Guidetti und Matthias Durchfeld ein, die sich im Anschluss an die Filmvorführung entwickelte. Hier stellte Durchfeld klar, dass es sich bei den Massakern in den norditalienischen Dörfen keinesfalls um reguläre Kriegshandlungen, sondern um Kriegsverbrechen handelte. Diese juristische Bestimmung ergänzte er durch eine Einschätzung des Vorwurfs, die DorfbewohnerInnen hätten immerhin die Aktivitäten irregulärer Kampfgruppen unterstützt: Wer in einem Gebiet lebt, das von brutalen nationalsozialistischen und faschistischen Kampfverbänden besetzt ist, und wer weiß, dass diese unzählige Menschen deportieren und umbringen, tut kein Unrecht damit, antifaschistischen PartisanInnen aus der Umgebung mit Käse oder Milch zu helfen.

Zur Situation der Überlebenden und Angehörigen führten die beiden Regisseure aus, dass viele von jenen in der Nachkriegszeit nahezu mittellos waren und das Leben in den überfallenen Dörfern bis heute von materiellen und persönlichen Sorgen geprägt ist. Zusätzlich unterstrichen Guidetti und Durchfeld, welche Bedeutung es für die ZeugInnen hatte, vor Gericht auszusagen. Waren diese bisweilen vom Schrecken der eigenen Erinnerungen, aber auch von der angespannten Stimmung unter Verteidigern, Richtern und Staatsanwälten überwältigt, konnten sie dennoch in diesem Rahmen ihr wichtiges Anliegen durchsetzen, öffentlich Gehör für ihre Erlebnisse und ihre Forderung nach Gerechtigkeit zu erhalten. Vor diesem Hintergrund steht auch die Beurteilung der vergangene Woche in zweiter Instanz in Rom verkündeten Freisprüche für die angeklagten ehemaligen Wehrmachtsangehörigen Köppe, Odenwald und Osterhaus. Es gebe, so Durchfeld, neben der mangels belastender Beweise erklärten juristischen Wahrheit noch eine mithilfe der ZeugInnenaussagen feststellbare historische Wahrheit. Für diese Wahrheit gilt es einzutreten, die oftmals hinter dem formalisierten Bezug auf die Verbrechen, wie er anhand von juristisch verwendbaren Anhaltspunkten und Belegen genommen wird, zurücktritt oder betriebsam verschwiegen und verdrängt wird.

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Stellungnahme zum Freispruch von Ferdinand Osterhaus http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/03/stellungnahme-zum-freispruch-von-ferdinand-osterhaus/ http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/03/stellungnahme-zum-freispruch-von-ferdinand-osterhaus/#comments Sat, 03 Nov 2012 11:20:39 +0000 Administrator Allgemein http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/03/stellungnahme-zum-freispruch-von-ferdinand-osterhaus/ Stellungnahme zum Freispruch von Ferdinand Osterhaus von der Geschichtswerkstatt Regionale Täterforschung Osnabrück:

Am Freitag vergangener Woche (26.10.2012) wurden in zweiter Instanz drei ehemalige Offiziere der Wehrmachts-Division „Hermann Göring“ durch ein Berufungsgericht in Rom vom Vorwurf freigesprochen, sich an Massakern gegen die italienische Zivilbevölkerung im Frühjahr 1944 beteiligt bzw. sie befehligt zu haben. Unter ihnen ist, neben Helmut Odenwald und Erich Köppe, der Osnabrücker Ferdinand Osterhaus. Die Urteile gegen Hans Georg Karl Winkler, Wilhelm Karl Stark und Alfred Lühmann wurden hingegen bestätigt. Das Urteil gegen Fritz Olberg wiederum war, weil dieser bereits vor dem erstinstanzlichen Richterspruch gestorben war, nicht Gegenstand des Revisionsverfahrens.
Wie sind die Freisprüche, die die am 6. Juli 2011 gefällten Urteile des Militärgerichts von Verona infragestellen, zu bewerten?
Im Falle Osterhaus, dessen Verurteilung den Anlass gegeben hatte, in Osnabrück über die Verbrechen seiner Einheit bzw. der deutschen Wehrmacht in Norditalien aufzuklären, ist festzuhalten, dass die hiesige Berichterstattung ein äußerst verzerrtes Bild von den Tatsachen zeichnet.

Zurückführen lässt sich dieser Umstand – wie im Folgenden dargelegt werden soll – auf die journalistisch fragwürdige Praxis, sich vornehmlich auf die Aussagen des Anwalts von Osterhaus, Robert Seidler, zu stützen. So verwundert bereits die unterschiedliche Diktion Seidlers, wie sie einerseits von der Neuen Osnabrücker Zeitung, andererseits aber in einem Beitrag des Norddeutschen Rundfunks wiedergegeben wird. Heißt es in der NOZ, Seidler habe nachweisen können, „dass sein Mandant auch nicht als Befehlsgeber oder Vorgesetzter für die von Soldaten der Division begangenen Kriegsverbrechen verantwortlich war“ (NOZ, 29.10.2012)1, berichtet der NDR, Seidler habe bewiesen, „dass der Befehl […] geheißen habe, Zivilpersonen zu schonen.“ (ndr.de, 27.10.2012)2 Wenngleich Seidler Dokumente gefunden haben mag, die belegen, dass Osterhaus an einem der beiden fraglichen Tage, an denen die Massaker stattgefunden hatten und für die dieser in Verona verurteilt wurde, nicht vor Ort gewesen sein könne, heißt dies immer noch, dass Osterhaus beim anderen Massaker anwesend war. Ob Osterhaus vor diesem Hintergrund wirklich als unschuldig betrachtet werden kann, erscheint also als höchst fragwürdig – nicht jedoch für die NOZ.Sie hat unhinterfragt die Sichtweise des mit einem Freudestrahlen portraitierten Seidler übernommen, der suggeriert, er habe die Unschuld seines Mandanten bewiesen. Das jedoch ist schlichtweg falsch. Osterhaus ist nicht freigesprochen worden, weil seine Unschuld bewiesen, sondern weil ihm die Schuld an den Massakern nicht hinreichend nachgewiesen werden konnte. Das weiß natürlich auch Anwalt Seidler, der sich, wie uns der Prozessbeobachter und Regisseur des Films Die Geige aus Cervarolo, Matthias Durchfeld, erklärte, einen Tag vor der Urteilsverkündung von letzter Woche auf die Entscheidungsregel „In dubio pro reo“ (Im Zweifel für den Angeklagten) zurückgezogen hatte. Auch die – ebenfalls von der NOZ unhinterfragte – Aussage Seidlers, der italienische Generalstaatsanwalt habe sich mit positiven Worten von ihm verabschiedet, weshalb er davon ausgehe, dieser werde nicht Revision gegen das Urteil aus zweiter Instanz einlegen, wertet Durchfeld als bloße Behauptung, die seinem Eindruck vom Ablauf des Verfahrens widerspreche. Ob die Generalstaatsanwaltschaft Revision einlegt, entscheidet natürlich nicht Herr Seidler, sondern eben jene Staatsanwaltschaft – und zwar in einem Zeitraum von 30 Tagen nach Veröffentlichung der Urteilsbegründung (45 Tage nach Urteilsspruch). Dass sich eine Zeitung gänzlich auf die Aussagen des Anwalts eines wegen Beteiligung an Massenmorden Angeklagten verlässt, wirft insofern Fragen auf.

Auch fast 70 Jahre nach der militärischen Niederringung des deutschen Massenvernichtungsprojekts, von dem die Massaker an der italienischen Bevölkerung nur ein winziger Ausschnitt sind, reiht sich die hiesige Berichterstattung immer noch in die postnazistische Tradition ein, die Schuld ganz gewöhnlicher Deutscher zu relativieren. Ob dabei nun ein Osnabrücker Bürger, der in diesem Fall Ferdinand Osterhaus heißt, Kriegsverbrechen zu verantworten hat oder nicht, ist angesichts der erdrückenden Mehrheit der Deutschen, die den Nationalsozialismus mitgetragen haben, letztlich unerheblich. Osterhaus ist lediglich einer von vielen, an dem sich exemplarisch darlegen lässt, wie die meisten deutschen Täter in der Nachkriegs-BRD keinerlei Konsequenzen für ihre Taten zu befürchten hatten und unbescholten ihren Lebensabend genießen konnten, während ihre Opfer und deren Angehörige bis heute unter ihren Grausamkeiten zu leiden haben. Diese Erkenntnis und die daraus (immer noch) zu ziehenden Konsequenzen werden jedoch seitens weiter Teile der sogenannten bürgerlichen Öffentlichkeit und ihrer Medien einfach abgewehrt, wie sich auch im vorliegenden Fall zeigen lässt. Offensichtlich darum bemüht, den Ruf der Friedensstadt Osnabrück zu wahren und bloß nicht Schmach und Schande über die provinzielle Idylle kommen zu lassen, hat die NOZ bisher alles daran gesetzt, die Unschuld von Herrn Osterhaus zu suggerieren und sich dabei weitgehend die Behauptungen seines Anwalts Seidler zu eigen gemacht.Dieser durfte sogar unwidersprochen behaupten, sein Mandant sei, weil er nicht Mitglied der SS und der NSDAP gewesen war, „einfach nicht linientreu im Sinne der Nazis“ und könne deshalb vermutlich „weder in die Planung noch in die Ausführung der Massaker einbezogen gewesen“ sein (NOZ, 4.7.2011)3. Solche Behauptungen sind schlichtweg täuschend angesichts der Tatsache, dass Osterhaus Offizier in der Elite-Einheit „Division ,Hermann Göring‘“ war, die sich aus ideologisch gefestigten Freiwilligen – überwiegend Abiturienten – zusammensetzte und durch besondere Brutalität in der Kriegsführung auszeichnete. Dass Osterhaus eine Befehlsfunktion in einer historisch als verbrecherisch einzustufenden Eliteeinheit innehatte und damit maßgeblich und mutwillig den deutschen Angriffs- und Vernichtungskrieg mit vorangetrieben hat, scheint ebensowenig für Seidler wie für die NOZ eine nennenswerte Rolle zu spielen. Ihnen geht es nicht um die deutschen Verbrechen und auch nicht um die individuelle historische Verantwortung, die Osterhaus wie Millionen anderer Deutscher auf sich geladen haben, sondern einzig darum, einen Schuldnachweis für eine Handvoll konkreter Massaker abzuwehren.
Dass Osterhaus nun in zweiter Instanz freigesprochen wurde, halten wir weder für bedauerlich noch für einen Grund zur Freude. Unabhängig davon, dass weiterhin Aussagen von ihm unterstellten Soldaten gegen ihn stehen, während die angeklagten Offiziere unter kollektiver Amnesie zu leiden scheinen und bislang auch nichts dazu beigetragen haben, die Geschehnisse aufzuklären, gibt es, wie auch Durchfeld am Montag im Hasetor-Kino hervorgehoben hat, nicht nur eine juristische, sondern auch eine historische Wahrheit. Osterhaus ist und bleibt ehemaliger Offizier der „Division ,Hermann Göring‘“ und steht somit nicht auf der Seite derjenigen, die – wie es im gemeinsamen Aufruf für die bundesweite Filmreihe Mai Più Fascismo heißt – „aufrichtig im Sinne der Menschheit“ gehandelt haben und handeln. Ob er letzten Endes freigesprochen wird oder nicht, ändert – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die meisten Verantwortlichen längst ungestört das Zeitliche segnen konnten, bevor nach etlichen Jahrzehnten endlich Prozesse angestrengt worden sind – kaum etwas für die vielen unschuldigen Opfer seiner Wehrmachtseinheit. Die Überlebenden und ihre Angehörigen leiden bis heute unter den psychischen und materiellen Folgen der deutschen Verbrechen. Dieses Missverhältnis öffentlich zu thematisieren – vor allem in den Städten der Täter –, war und ist unser Anliegen.
Insofern begrüßen wir es, dass die Neue Osnabrücker Zeitung unsere Kritik an ihrer bisherigen Berichterstattung ernstgenommen und am vergangenen Mittwoch (31.10.2012) einen ausführlichen Bericht über die von uns organisierte Vorführung des Films Die Geige aus Cervarolo veröffentlicht hat4, der nun ohne die obligatorischen Behauptungen Seidlers auskommt und stattdessen die im Kino anwesenden Regisseure Matthias Durchfeld und Nico Guidetti zu Wort kommen lässt. Selbst die angebliche Unschuld von Osterhaus wurde erstmals in Zweifel gezogen. Offensichtlich wurde endlich verstanden, dass es nicht um den Ruf ehemaliger Vollstrecker des deutschen Vernichtungskrieges, sondern um die Opfer geht, denen der Film eine Stimme gibt.

  1. Michael Schwager: Vorwurf: 1944 Massaker an italienischen Zivilisten. Freispruch für Osnabrücker. NOZ vom 29.10.2012 (Printausgabe). Online: http://www.noz.de/lokales/67446240/vorwurf-1944-massaker-an-italienischen-zivilisten [zurück]
  2. NDR 1 Niedersachsen: Kriegsverbrechen: Osnabrücker freigesprochen Online: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/emsland/kriegsverbrecher111.html [zurück]
  3. Stefan Prinz: Die späte Suche nach der Wahrheit. 93-Jähriger Osnabrücker angeklagt. NOZ vom 4.7.2011. Online: http://www.noz.de/artikel/55405546/die-spaete-suche-nach-der-wahrheit [zurück]
  4. Rainer Lahmann Lammert: „Die Geige aus Cervarolo“ im Osnabrücker Hasetor-Kino aufgeführt. Debatte über Kriegsverbrechen. NOZ vom 31.10.2012 (Printausgabe). Online: http://www.noz.de/lokales/67517993/die-geige-aus-cervarolo-im-osnabruecker-hasetor-kino-aufgefuehrt [zurück]
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Kiel: Filmvorführung „Die Geige aus Cervarolo“ füllt Kommunales Kino http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/02/kiel-filmvorfuehrung-die-geige-aus-cervarolo-fuellt-kommunales-kino/ http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/02/kiel-filmvorfuehrung-die-geige-aus-cervarolo-fuellt-kommunales-kino/#comments Fri, 02 Nov 2012 11:48:30 +0000 Administrator Allgemein http://maipiufascismo.blogsport.de/2012/11/02/kiel-filmvorfuehrung-die-geige-aus-cervarolo-fuellt-kommunales-kino/ Nico und Matthias in Kiel

Mit einigen Minuten Verspätung aufgrund des großen Andrangs begann am 31.10.12 die Filmvorführung des von Matthias Durchfeld und Nico Guidetti gedrehten Dokumentarfilms „Die Geige aus Cervarolo“ im Kommunalen Kino der pumpe, die im Rahmen der bundesweiten Filmtour „mai più fascismo“ stattfand. 117 BesucherInnen füllten den ausverkauften Saal bis auf den letzten Platz.

Auf eine kurze Begrüßung durch einen Mitarbeiter des KoKis folgte eine inhaltliche Einleitung durch einen Vertreter der Autonomen Antifa-Koordination Kiel. In dieser wurden die Entstehungsgeschichte der Filmtour sowie ihre politische Motivation und was das alles mit Kiel zu tun hat, erläutert: Der NS-Täter Erich Koeppe, der nebst sechs weiteren Angehörigen der Wehrmachtsdivision „Hermann Göring“ 2011 wegen Kriegsverbrechen in Norditalien vorm Militärgericht in Verona verurteilt wurde, verbringt seinen ungestörten Lebensabend unweit Kiels im Badeort Laboe. Die Filmtour habe das Ziel, durch die Schaffung von Öffentlichkeit über die Massaker, die Bennenung der Täter und der Kritik an der Verweigerung von Entschädigungszahlungen durch die Bundesrepublik Deutschland, der Forderung der Überlebenden und Angehörigen der Opfer nach Gerechtigkeit entgegenzukommen.
Nach einer kurzen Vorstellung der bei der Veranstaltung anwesenden Filmemacher Nico und Matthias folgte der 75minütige Film.

Im Anschluss erläuterten die beiden Filmemacher noch einmal den historischen Kontext der von der deutschen Division „Hermann Göring“ 1944 begangenen Massaker in der Toskana und der Emilia Romagna im Norden Italiens, beantworteten Fragen zu den italienischen PartisanInnen und zum damaligen Leben in der Region und verwiesen auf den Umstand, dass einige der in erster Instanz verurteilten Nazi-Täter vergangene Woche in zweiter Instanz in Rom freigesprochen wurden. Dies sei jedoch nicht als Entlastung der Täter zu werten, da niemand deren Zugehörigkeit zur für die Massaker nachweislich verantwortlichen Division „Hermann Göring“ bestreitet. Eingebettet in den Umstand, dass Deutschland seine Kriegsverbrecher nicht ausliefert und den Verurteilten bisher auch in Deutschland keine Umsetzung des italienischen Urteils droht, erläuterte Matthias die europäische Rechtssprechung, die eine Entschädigung ziviler Opfer von Kriegen durch die ausführenden Staaten, erstritten von der schon mehrfach zu Entschädigungszahlungen verurteilten BRD vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, nicht vorsieht. Denn dadurch würden Präzedenzfalle für Verbrechen anderer und auch kommender Kriege auf der ganzen Welt geschaffen, die dem Interesse aller kriegsführenden Staaten entgegen stünden, da Klagewellen zu befürchten seien.
Erst am späten Abend endete die insgesamt dreistündige Veranstaltung, der bis zum Ende erfreulich viele Teilnehmer_innen beiwohnten.

Kino

Alle an der Durchführung des Abends beteiligten Kooperationspartner_innen zeigten sich sehr zufrieden: Wie schon in den Tagen zuvor in Osnabrück und Hamburg konnte vielen Interessierten ein vielschichtiger Einstieg in den Themenkomplex rund um die Kriegsverbrecherprozesse gegen die Angehörigen der Division „Hermann Göring“ gegeben werden, der eine vielversprechende Grundlage dafür bietet, auch in den kommenden Monaten Öffentlichkeit zu schaffen, insbesondere in Hinblick auf den bei Kiel lebenden Erich Koeppe. Dass dies auch trotz der ausverkauften Filmvorführung weiterhin von Nöten sein wird, haben nicht nur die Freisprüche von Rom, sondern auch die bisherige Nicht-Beachtung der Prozesse durch die etablierten lokalen Medien gezeigt, deren Vertreter_innen, anders als in Osnabrück und Hamburg, auch am 31.10. durch Abwesenheit glänzten.

>> Filmankündigung

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